Wutmonster

Grenzen, eingrenzen, zäunen, einzäunen, unsichtbar, sichtbar

Undurchdringlich, eindringlich

Unnahbar, verachtend, missachtend

Von Vorwürfen, das perfekte Wutmonster in sich ernähren, es einsperren, wie eine schleimige Schnecke im Schneckenhaus, begraben, unter Steinen, schweren Steinen von lauter unausgesprochenen Beschwerden

Und das was ausgesprochen wurde, sind Kriegserklärungen an die Intimität einer Beziehung

Unverständlich, verständlich, schändlich, verkehrt, in die falsche Richtung, Hinrichtung, Punkt, Pikse, ganz viele, perfide, in das Wutmonster, für das Wutmonster

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Vergebung

Sie im Ritterhelm mit offenem Visier

Wie gemalt von einem Meister als Portrait

Er spricht zu mir, sie schweigt mich an

Er sprach zu mir vor seinem Urteil und danach

90-100 Jahre bekam er

Solange schweigt sie und er kämpft ums frei kommen

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Gegenglück

Gegen mich

Gegenlicht

Ersticht mich

Erstickt mich

Bin chancenlos

Sprachlos glücklos

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Vor Lust verdampfen

Sie lief mit einem Riesen zusammen, er war mir sowas von egal, sie drehte sich zu mir und unsere Blicke trafen sich

Unsere Gegenwart stoppte im selben Augenblick

Das Gefühl von Schwerelosigkeit

Um ihren schwarzen Umriss züngeln die Flammen, Scherenschnitt

Ihre Augen so klar und tief in mir versunken, wie ein blauer Planet, der in meinen Ozean stürzt

Die Wellen wirft es wallend auf, aber sie bleiben in der Luft stehen

Und verdampfen

In unserem zeitlosen, so heißem Augenblick

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Impfangebote und Schneereste

Zurückdrehen, zurückspulen, wiederholen, dabei kommt nichts neues raus.

Mental schmilzt der wunderschöne Schnee und dazu regnet es kontinuierlich, wer will schon die Oberfläche ertragen, die nun wieder zum Vorschein kommt

Ein Komplett-Versagen der Demokratie in Deutschland und in Europa. Meine Geduld ist mehr als am Ende, Impfangebote sind nichts, nicht mal ein Versprechen. Wer nicht mal fähig ist seine Fehler einzugestehen und dann auch noch sagt, dass eigentlich kein Fehler passiert ist, ist genauso durch wie ich. Also was solls

Die Oberfläche, die unter dem Schnee rauskommt, ist braun wie Scheiße, und genauso empfinde ich diese Endlosschleife, in der ich mich befinde, mit ihren zusätzlichen dreckigen Einfällen, die mir mein Leben schwer machen

Eine fehlende reale Interaktion mit Menschen, sich statt dessen mit Mutationen zu beschäftigen, wo ich doch gerade selbst mutiere, ist eine pure perverse Surrealität, die Neue Normalität genannt werden will

Ich will diese Neue Normalität nicht, sie soll sich verpissen und kann dabei gerne gelbe Spuren in den Schneeresten hinterlassen

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Deutend

Ein Element der Landschaft, winzig klein, in Bewegung, dadurch sichtbar wie die Greifvögel sein oder wie Äste, die der Wind bewegt

Unbedeutend

Aus meiner Sicht sehe ich die Landschaft, die sich um mich herum und sich in meinem gesamt Sichtfeld befindet, erstreckt und die Falken und Bussarde, die ihre Kreise über mir ziehen

Bedeutend

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Unser Licht gegen das Dunkel

Die Sonne scheint. Irgendwie scheint sie immer wieder.

In mir ist die Dunkelheit und die Traurigkeit geblieben.

Ich spüre, sie lebt und will leben.

Das Gute ist die Familie mit meinen Tanten und Cousinen wächst durch ihr tapferes Leiden wieder zusammen.

Geheimnisse werden offenbart, die nie welche hätten sein müssen.

Auch ich habe mich geöffnet. Und akzeptiere die starke Verbindung auf einer spirituellen Ebene zu meiner Cousine.

Das hilft uns beiden.

Das hilft meiner Mama.

Und unser Glauben ist stark und die Kraft des ewig lebendigen Lichts, das durch uns wirkt, lässt uns glauben und schenkt meiner Mama Licht im Dunkeln.

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Schwarze Lippen

Ihre Lippen schwarz tätowiert. Beschriebener Körper. In Spiralen. Ihr Gesicht fein. Sticht heraus. Ihre Augen schwarz umrandet. Ihr geöffneter Mund wie ein dunkler Schlund. Wortlos. Tonlos. Stumm.

Die Dunkelheit um sie herum ist wie eine undurchdringliche, unüberwindliche Mauer.

Sie atmet meinen Atem ein. Und meine Gedanken erscheinen auf ihrer Haut.

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Sichtschneise

Sie lag da. Umkreist und ausgeleuchtet. Und doch schien es mir, als würde sie schweben.

Ich umkreise sie. Bis zu einer Sichtschneise.

Mein Blick gleitet zwischen ihre langen Beinen über ihren Bauchnabel hoch, läuft durch das Tal ihre Brüste, erklimmt ihren Mund, wandert über den Grat ihres Nasenrückens und mündet dann in ihren Augen.

Mein Energiefluss strömt in ihren Ozean. Stark, stürmisch, reißend. Wie ein Vulkanausbruch in die Luft explodiert.

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Gegen den Donnerhall anbeten

Verwoben und spüren aus Übersprüngen, wo die Netze sich berühren

Licht läuft entlang der Gedankenstränge, verzweigt sich und findet sich wieder wie ein Flußlauf sein Meer

Meer aus Licht mit immenser Sogkraft, Blitze, die sich entladen, wie tänzelnde Sägeblätter, gleich Schwingen

Drohendes Bewusstseinsende, mit aller Kraft dagegen ankämpfen, im Fluß, der vorwärts strömt, nicht weit entfernt, die Kante des Wasserfalls, der in die Unterwelt abstürzt im tosenden Donnerhall

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