Keine Wahl, radikal

Vier Gespräche voller Energie

Zäsur

Bevor die Welt untergeht

Wird sie neu erfunden

Und jeder kann mitmachen


Ich wollte nicht, dass sie untergeht

Keinen Einschnitt, der unnähbar aufklafft

Bereiten wir uns vor, zu den Sternen zu fliegen und mit der Isolation umgehen zu lernen

Neu erfinden finde ich gut

Aber was werden wir alle finden

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Es ist unfreiwillig

Radikal

Nicht ganz klar

Vorgegeben von Führern

Und wir sollen wieder folgen

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Nichtstun im Nichtsein

Wie gestrichen, glatt gestrichen. Der Himmel ohne Wolken blau, blau gemalt. Die erste Mittagshitze des Jahres. Wenn die Sonne in die Augen sticht, direkt über mir, wenn ich in den Himmel schaue. Keine Flugzeuge in der Luft. Der Himmel ohne weiße Striche.

Leben konzentriert hier. Noch lange nicht im Jetzt. Zu ahnungslos in der Vergangenheit. Dass das Gefühl der Masse entschwindet, entzogen wird, verboten ist.

Leerer Park. Geschlossene Kioske und Attraktionen, der Turm ohne Aussichtshabende, steht nur da.

Eine Zukunft ohne Zuschauer, ohne Teinehmer, Teilhabende, alles nur virtuell. Dann lieber teilnahmslos vor sich hinlaufend in Gedanken an die Vergangenheit.

Die Zeit vergeht. Es ist schon wieder viel zu spät. Irgendwie fehlt der Grund ins Bett zu gehen, weil jeder Morgen, wie jeder Tag ist und sich alle Tage wiederholen, wie meditative Übungen mit dem Ziel des Nichtstun im Nichtsein.

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Am besten machen

Niemals, niemals, niemals aufgeben

Es gibt zu viele Chancen

Es gut, besser, am besten zu machen

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Dankbar

Ein ruhiger, friedlicher Tag, der mir gut tat. Nicht so warm wie gedacht und der Wind ist weiterhin kühl gewesen.

Ich bin dankbar für diesen Tag.

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Hoffnung auf Frühling

Schwieriger Grund. Oberflächlich ungefährlich.

Zerfurcht, zerrissen, gespalten, gebrochen, zerbrochen.

Bedeckt. Zugedeckt. Ich finde ihn schön. Fühle mich wohl, wenn ich ich sein darf.

Gefährliche Fallen. Nicht ich sein dürfen.

Zumindest der Himmel ist blau und es scheint endlich Frühling zu werden.

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Fertig mit dem Tag

Starke Stress Spitzen

Ihr Dickkopf, mein Kopfweh

Zeit, Zeit gewinnen, Zeit geben

Sanft und schlicht

Statt aggressiv und impulsiv

Geduldsproben mit ganz viel Mitgefühl

Kein Beileid, Beistand

Trotzdem oder gerade deswegen

Anstrengend, aber sinnhaft

Am Ende ein wertvoller Tag

Mit dem ich jetzt fertig bin

Und morgen auf keine Wiederholung hoffe

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Ballast Abfall

Hab dieses Bild vom Teufel gemalt. Einer, dem einfach langweilig ist. So ein unbefriedigter, der vor Hass selbst brennt.

Wenn etwas zuviel ist, verliert es den Schrecken. Wir machen uns lustig darüber und blenden geschickt unsere Hilflosigkeit aus.

Ist es der Zufall, der über unser Schicksal entscheidet? Bloßes Glück?

Egal, ich habe dieses Bild gemalt und es befriedigt mich. Dieser Tag war erneut ein guter Tag.

Hab meiner Freundin heute drei Atmenschutzmasken gekauft. Mir keine. Irgendwann wird es 70% von uns getroffen haben. Eine Atemschutzmaske würde mich jetzt gerade wahnsinnig machen. Weil sie mich stört. Wahrscheinlich handele ich gerade einfach nur dumm. Keine Ahnung.

Es war eine große Überwindung für mich, in die Apotheke zu gehen, weil es ein Hochrisiko-Bereich ist. Ich habe es nur getan, weil ich der Angst meiner Freundin, etwas schützendes entgegenstellen wollte. Keine heldenhafte Tat. Nur eine Kaufhandlung.

Es tut mir gut, zu schreiben. Es schenkt mir Ruhe. Ein wenig Frieden. Und das reicht mir schon aus. Vielleicht ist es das Gute an der Situation, dass ich genügsamer werde, ohne dass ich den Verzicht als Opfer empfinde. Vielleicht war zuvor an sich schon alles zu viel. Viel zu übertrieben. Unnützer Ballast. Von dem ich mich gerade befreie.

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